Ackermann-Gemeinde der Diözese Regensburg

„Dem Alten verbunden, mit Blick in die Zukunft“

Ein neuer Führungskreis übernimmt bei der Ackermann-Gemeinde in der Diözese nun die Regie. Im Frühjahr fanden die Neuwahlen statt, wo der bisherige, seit Herbst 2001 amtierende Diözesanvorsitzende Leonhard Fuchs nicht mehr antrat. Seinen bisherigen Stellvertreter, Studiendirektor i.R. Karl-Ludwig Ritzke, wählte kürzlich der neue Führungskreis zum neuen Diözesanvorsitzenden. Das neue Führungsteam hat sich für die weitere bzw. künftige Verbandsarbeit das Motto „Dem Alten verbunden, mit Blick in die Zukunft“ gesetzt. ...

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Ackermann-Gemeinde im Bistum Regensburg

 

Diözesanvorsitzender:
Karl-Ludwig Ritzke, Roter-Brach-Weg 67, 93049 Regensburg
Tel.: 0941 33507
E-Mail: karl.ritzke(at)t-online.de

Geistl. Beirat:
Domkapitular Johann Neumüller

Führungskreis der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Regensburg

 

Wir grüßen alle Mitglieder und Freunde der Ackermann-Gemeinde und laden herzlich ein, an unseren regionalen Veranstaltungen in der Diözese Regensburg, aber auch besonders in der Partnerdiözese Pilsen teilzunehmen.

 

Veranstaltungen

in der Diözese Regensburg

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Vier der sechs Mitglieder des neuen Führungskreises waren auch bisher schon in diesem Gremium vertreten: neben dem neuen 1. Vorsitzenden, der seit 20 Jahren Mitglied der Ackermann-Gemeinde ist, selbst die Vertreibung aus Schlesien erlebt hat und seit 1998 enge Beziehungen zur Diözese Pilsen pflegt, ist dies die neue 2. Vorsitzende Else Gruß, die aus einer böhmischen Familie stammt und seit vielen Jahren das Literarische Café der Ackermann-Gemeinde im Bistum Regensburg leitet. Die Gattin des 1. Vorsitzenden, Dr. Jean Ritzke Rutherford MSW, gehörte ebenfalls bereits dem Führungskreis an, leitet das Literarische Café zusammen mit Else Gruß und ist nun Schriftführerin. Als Amerikanerin bringt sie eine ganz besondere Note, vor allem den interkulturellen Aspekt, in die Arbeit ein. Ein Ackermann-Urgestein ist Walburga Peter, die 1953 in die Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde eingetreten ist, über den Hochschulring zum Erwachsenenverband kam und in mehreren Diözesanverbänden aktiv war. Zum Regensburger Diözesanverband stieß sie im Jahr 1990.

Neu im Führungskreis sind Prof. Dr. Bernhard Dick, Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Regensburg, und Florian Wuersch, der als Studiengangskoordinator an der Katholischen Fakultät der Universität Regensburg tätig ist. Dick hat schon seit seiner Studienzeit Kontakte zur Orthodoxie und hat auf dieser Schiene Karl Ritzke kennengelernt – aber auch Dicks Kontakte nach Tschechien seit 1992/93 und in die Diözese Pilsen gaben den Ausschlag zu seinem jetzigen ehrenamtlichen Engagement als Schatzmeister. Der jüngste im Führungskreis ist Florian Wuersch (*1988), der aus einer grenznahen Gemeinde im Landkreis Regen stammt und immer schon die Sprache des Nachbarn, also Tschechisch, erlernen wollte. Dies hat er dann bei seinem Studium auch umgesetzt – am Bohemicum der Universität Regensburg. Und damit ergaben sich dann auch Kontakte zu Jugendlichen in Tschechien, zu Mitgliedern der Jungen Aktion der Ackermann-Gemeinde bzw. zum tschechischen Pendant Spirála, sowie letzlich zur Regensburger Ackermann - Gemeinde. Und diese bat ihn, im Führungskreis mitzuarbeiten. "Ich freue mich mehr und mehr, in die Führungstätigkeit hineinzuwachsen", bekennt Wuersch nach einem guten halben Jahr Mitarbeit im Diözesanverband.

Das neue Führungsteam würdigt natürlich die mehr als 16-jährige Arbeit von Leonhard Fuchs, der in all den Jahren tatkräftig von seiner Gattin Roswitha unterstützt wurde. „Leo Fuchs hat gute Grundlagen gelegt, viele Freundschaften und Partnerschaften aufgebaut. Diese Verbundenheit wird weitergehen. Wir hoffen, auf diese guten Grundlagen aufbauen zu können“, dankt Jean Ritzke Rutherford dem bisherigen Diözesanvorsitzenden. Daher werden viele der bisherigen, traditionellen Veranstaltungen (Radtouren, Wallfahrten, Wanderungen, Weihnachtsfeier) ebenso fortgeführt wie die literarischen und kulturellen Angebote (Literarisches Café – auch mit Autoren aus Tschechien, Präsentation von Komponisten und Künstlern aus Osteuropa). Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit und der Austausch mit der Diözese Pilsen inkl. der Barockstadt Klattau, wo sich in den letzten Jahren ja das abwechselnd in Klattau und Regensburg organisierte Symposium „Setkávání – Encounters – Begegnungen“ gut entwickelt hat.

Der neue Führungskreis ist aber auch überzeugt, dass es Zeit für eine neue Phase der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit mit interkulturellen Ansätzen ist. Natürlich soll aber auch die alte, gelebte Tradition nicht vernachlässigt werden. Im neuen Motto, das sich der Führungskreis gegeben hat, drückt sich das so aus: „Dem Alten verbunden, mit Blick in die Zukunft“. Und über allem steht der Aspekt „Freundschaft“.

Angedacht ist etwa eine Kulturfahrt (oder auch eine Wanderung) für ältere und junge Teilnehmer mit zweigeteiltem, altersspezifischen Programm, aber auch gemeinsamen, verbindenden Elementen – auch um den Namensteil des Verbandes „Gemeinde“ wieder deutlicher zu machen. Im Oktober macht die Ausstellung über den Pädagogen, Prediger und Humanisten Přemysl Pitter (1895-1976) Station in Regensburg. Darüber hinaus will man verstärkt mit anderen Verbänden und Einrichtungen kooperieren und damit Synergien nutzen. Die bisherigen Habsburg-Tagung zur Koordinierung und zum Gedankenaustausch über die Partnerschaftsarbeit wird ab 2019 wohl in Tschechien und damit unter einem anderen Namen und anders strukturiert stattfinden.

Markus Bauer