Veranstaltung zu Kardinal Josef Beran

Die Ackermann-Gemeinde lädt im Rahmen des Sudetendeutschen Tages in München (16. bis 18 Juli 2021) zu einer Veranstaltung über Josef Beran ein. In dieser geht es nicht nur um das Leben und Wirken dieses bedeuteten tschechischen Kirchenmannes, der das KZ Dachau, Internierung in kommunistischer Zeit und Exil erleiden musst, sondern auch sein Verhältnis zu den Deutschen wird beleuchtet. Dabei werden einige Vorstellungen zu seiner Person durch neue wissnschafliche Erkenntnisse zurechtgerückt.

 

Kardinal Josef Beran (1888-1969).
Sein Lebensweg,
sein Glaubenszeugnis in schweren Zeiten
und sein Verhältnis zu den Deutschen.

Termin: Sonntag, 18. Juli, 14.00 Uhr

Ort: Adalbert-Stifter-Saal, Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München (nahe S-Bahnhof „Rosenheimer Platz“)

Programm:

Begrüßung und Einführung:
Matthias Dörr, Bundesgeschäftsführer der Ackermann-Gemeinde, München

Vortrag: „Lebensweg und Glaubenszeugnis Josef Berans“
Dozent Dr. Jaroslav Šebek, Historiker, Tschechische Akademie der Wissenschaften, Prag

Vortrag: „Josef Beran und die Deutschen“
Manfred Heerdegen, Historiker, Mitglied im Bundesvorstand der Ackermann-Gemeinde, Kempten

Anschließend Fragen und Diskussion

 

Pandemiebedingt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Anmeldung an info(at)ackermann-gemeinde.de (unter Angabe von Name und Anschrift) oder telefonisch 089-272942-0.

 

Von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau eingesperrt, von den Kommunisten interniert und ins Exil gezwungen: Kardinal Josef Beran (1888-1969) erlitt am eigenen Leib den Totalitarismus. In diesen schweren Zeiten blieb er seinem christlichen Glauben treu und hinterließ so der Nachwelt ein beeindruckendes Zeugnis für Christus. Zudem fiel sein priesterliches Wirken und seine Amtszeit als Prager Erzbischof ab 1946 in eine höchst politische Zeit mit historischen Umbrüchen. Dabei pflegte er besondere Beziehungen auch zu den Deutschen, sowohl in der Zeit vor als auch nach dem Ende des Zusammenlebens von Tschechen und Deutschen in der Tschechoslowakei als Folge von NS-Besatzung, Krieg und Vertreibung. Trotz alledem ist in Deutschland heute über das Leben und Wirken dieses bedeutenden tschechischen Kirchenmannes nur wenig bekannt.

 

Die Ackermann-Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Leben und Wirken von Josef Beran beschäftigt. Auslöser war die Wiederbelebung eines alten Narratives zu seiner Person im Zuge der Umbettung seiner sterblichen Überreste von Rom nach Prag im Jahr 2018. Entstanden ist nun eine neue Publikation: „Kardinal Josef Beran. Sein Lebensweg, sein Glaubenszeugnis in schweren Zeiten und sein Verhältnis zu den Deutschen“. Diese enthält nicht nur erstmals eine ausführlichere Lebensbeschreibung in deutscher Sprache, sondern beleuchtet auch sein Verhältnis zu den Deutschen und rückt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse einige bestehende Vorstellungen zurecht.

 

Pubikation: Kardinal Josef Beran. Sein Lebensweg, sein Glaubenszeugnis in schweren Zeiten und sein Verhältnis zu den Deutschen. Hrsg: Ackermann-Gemeinde e.V. und Ústav pro studium totalitních režimů, München/Praha, 168 S., zahlreiche Abb., ISBN 978-3-924019-17-4, EUR 7.50 incl. Versand. Erhältlich bei der Ackermann-Gemeinde, Tel. (089) 272942-0, eMail: info@ackermann-gemeinde.de

Veranstalter: Bundesverband
Ort: Adalbert-Stifter-Saal

Sudetendeutsches Haus
Hochstraße 8
München

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