Bericht Gedenkgottesdienst 2020

und Abschied Msgr. Johann Tasler

Gedenkgottesdienst

Am 14. November fand in der Münchner Asamkirche der Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen des letzten Jahres statt – insgesamt sechs Personen. Unter Corona-Bedingungen war die Kirche mit gut 20 Anwesenden voll ausgelastet. Prälat Herbert Jung stand dem Gottesdienst vor, Monsignore Dieter Olbrich konzelebrierte. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde zudem Monsignore Johann Tasler verabschiedet, der nach Niederbayern zieht (vgl. den Bericht dazu).


 

Verabschiedung Monsignore Johann Tasler

Schon bei den Wahlen 2019 hatte sich Monsignore Johann Tasler nicht mehr für den Diözesanführungskreis der Ackermann-Gemeinde München und Freising aufstellen lassen, doch nach so vielen unermüdlichen Jahren blieb er dem Amt als geistlicher Beirat – wenn auch i.R. – einstweilen treu. Das änderte sich nun im Herbst, als, wie Pfarrer Tasler es selbst sagt, „der Himmel ihm ohne großes eigenes Zutun eine Bleibe für den Lebensabend angeboten hat.“ Als „Fingerzeig Gottes“ betrachtet er diese glückliche Fügung, die ihn nun zurück in seine niederbayerische Heimat führt – ins betreute Wohnen bei der Benediktinerinnen-Abtei St. Gertrud in Tettenweis – mitten im berühmten Bäderdreieck und unweit der ehemaligen Kaplanstelle von Pfarrer Tasler in Pocking.

Die Entscheidung fiel relativ kurzfristig, so dass es im Rahmen der AG München und Freising nicht viel Gelegenheit für Verabschiedung in größerem Rahmen gab. So erfolgte diese etappenweise – beim Diözesanführungskreis Ende Oktober und in einem etwas offeneren Kreis am Ende des Gedenkgottesdienstes für die Verstorbenen am 14. November. Seit 1986 wirkte Pfarrer Tasler als geistlicher Beirat der Diözesan-AG. Die Vorsitzende des Führungskreises Anita Langer brachte die allgemeine Gefühlslage zu Wort: „Wir lassen dich mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehen. Wir freuen uns für dich, dass du eine so schöne Möglichkeit gefunden hast, aber dein Weggang hinterlässt auch ein großes Loch.“

Pfarrer Tasler hielt dann auch einen kleinen Rückblick seines Werdegangs: Bereits 1948 hörte er von einem Priester-Lehrer zum ersten Mal von der Ackermann-Gemeinde und kam so bald darauf zur JA. Nach dem Abitur studierte er von 1953-1958 in Königstein Philosophie und Theologie und wurde 1959 zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Stationen im Bistum Passau kam Tasler 1972 als Militärseelsorger nach München. Als dieser Dienst 1979 endete, lieh ihn das Bistum Passau zunächst für drei Jahre an das Erzbistum München und Freising aus, das ihn zum Studentenpfarrer an der TU München berief. Aus den drei Jahren wurden schlussendlich sieben Jahre. „Ich wurde älter, während die Studenten jung blieben“, fasst Tasler seinen Eindruck zusammen, der ihn bewog, 1986 neue Wege einzugehen. Mittlerweile hatten sich nun beide beteiligten Bistümer so an seine Präsenz in München gewöhnt, dass er weiter in der bayerischen Landeshauptstadt blieb – 1986 trat er für fast 20 Jahre mit 50 Prozent eine Stelle als Krankenhausseelsorger in Bogenhausen an und übernahm gleichzeitig die Leitung der Arbeitsstelle für Heimatvertriebene Süd mit Sitz in den Räumlichkeiten der Ackermann-Gemeinde. Von nun an begleitete er nicht nur die AG München und Freising als geistlicher Beirat, sondern brachte sich auch in andere bundesweite Engagements der AG mit ein. Bei den Ostertagen, im Bundesvorstand, beim Sozialwerk – ganze Generationen von AGlern hat Johann Tasler im Lauf der Jahre mitbegleitet und die Arbeit der AG mitgestaltet.

Auf den vielfachen Einsatz auch auf Bundesebene nahm Matthias Dörr bei der Verabschiedung im Rahmen des Gedenkgottesdienstes am 14. November in der Münchner Asamkirche Bezug. Während Anita Langer in der Runde des Führungskreises dem scheidenden geistlichen Beirat ein Fotoalbum aus der langjährigen AG-Zeit mit auf dem Weg gegeben hatte, überreichte Matthias Dörr ein Passauer Gotteslob und schlug so die Brücke zum Künftigen. Tasler selbst gab den Anwesenden mit auf den Weg: „Bei allem Diskutieren, Engagieren und Begegnen – vergessen wir nicht die Quelle von all unserem Tun – Gott.“

Ort: Asamkirche

Sendlinger Str. 32
80331 München

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Asamkirche beim Gedenkgottesdienst
Asamkirche beim Gedenkgottesdienst
Verabschiedung Msgr. Tasler
Matthias Dörr (r) verabschiedet Msgr. Tasler (Mitte)