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Stadt Brünn ruft „Jahr der Versöhnung“ aus

Heuer jährt sich zum 70. Mal nicht nur das Ende des Zweiten Weltkrieges. Auch Flucht und Vertreibung stehen damit in einem engen Zusammenhang. Und in der Hauptstadt Mährens, in der seit Jahren das Symposium „Dialog in der Mitte Europas“ stattfindet, ist das Jahr 1945 besonders mit dem „Brünner Todesmarsch“ verbunden. Das Symposium nutze Brünns Oberbürgermeister um das von der Stadt Brünn ausgerufene „Jahr der Versöhnung“ und die Idee eines Gedenkmarsches zu präsentieren. Die Teilnehmer des Symposiums erinnerten an dieses Geschehen mit einer Exkursion und einem Gedenken.


Leidenschaftliche Plädoyers für das Wählen

Seit einigen Jahren findet beim Brünner Symposium die Auszeichnung der Preisträger des Europäischen Essaywettbewerbs statt. Diese hatte der Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde Martin Kastler als Europaabgeordneter ins Leben gerufen und in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Bernard Bolzano Gesellschaft Dr. Matěj Spurný ausgeschrieben. Das von den Studenten zu bearbeitende Thema lautete „Darum gehe ich (nicht) zur Wahl!“


Durch populistische Strömungen und oligarchische Strukturen gefährdete Demokratie

Das Aufkommen außerparlamentarischer Bewegungen und die Entstehung neuer Parteien – teils auch anders strukturiert – das waren neben den niedrigen Wahlbeteiligungen bei den Urnengängen im vergangenen Jahr die Motive für die Ackermann-Gemeinde und die Bernard-Bolzano-Gesellschaft, ihr 24. Brünner Symposium „Dialog in der Mitte Europas“ dem Thema „Wohin steuert die Demokratie“ zu widmen. Weit über 250 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn setzten sich am Palmsonntag-Wochenende damit auseinander.


Ein wichtiger Ort des Gedenkens. Sdružení Ackermann-Gemeinde mit Gedenkfeier in Lety

Der Ort Lety ist in Tschechien mit dem Völkermord an den Roma in der Zeit des Nationalsozialismus verbunden. Die tschechischen und deutschen Teilnehmer der Jahreskonferenz der Sdružení Ackermann-Gemeinde besuchten diese Gedenkstätte südlich von Prag, bei Pisek gelegen. Mit einer Zeremonie gedachten sie der Opfer dieses Ortes sowie weiterer Menschen, die auf Grund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit verfolgt und ermordet wurden.


Der Mensch als Opfer

Das 20. Jahrhundert wurde durch erzwungene Migrationen und massenhafte Bevölkerungsverschiebungen geprägt. Das 21. Jahrhundert drohe nicht besser zu werden. So das pessimistische Urteil bei der diesjährigen Jahreskonferenz der Sdružení Ackermann-Gemeinde. 140 Teilnehmer aus Tschechien und Deutschland waren hierzu Ende Februar nach Prag gekommen. Das Treffen stand unter dem Thema „Der Mensch als Opfer: Massenhafte Bevölkerungsverschiebungen im 20. Jahrhundert“.