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Botschafter der Versöhnung: Msgr. Anton Otte feiert 75. Geburtstag

Versöhnung ist das Lebensthema von Msgr. Anton Otte. Dass er heute in Deutschland wie in Tschechien hohes Ansehen genießt, ist dabei keine Selbstverständlichkeit. Allzu oft stieß er in den vergangen Jahrzehnten bei Tschechen wie bei Sudetendeutschen auf Ablehnung, wenn er für gegenseitiges Verständnis warb. Die Rolle als Botschafter der Versöhnung ist ihm jedoch durch seine Biographie und durch sein Selbstverständnis als Priester auf den Leib geschrieben. So ging er seinen Weg unbeirrt. Am 15. August feiert der ehemalige Geistliche Beirat der Ackermann-Gemeinde und heutige Probst vom Vyšehrad in Prag seinen 75. Geburtstag.


"Rohrer Sommer" gedenkt dem Jahr 1914 und Adolf Ullmann

Die Deutsch-Tschechische Kultur- und Begegnungswoche „Rohrer Sommer“, eine feste Einrichtung in der Kulturarbeit der Ackermann-Gemeinde, fand heuer mit über einhundert deutschen und tschechischen Teilnehmern zum 24. Mal vom 3. bis 10. August im Benediktiner-Kloster Rohr statt. Im Zentrum standen mehrere Gedenken: Inhaltlich die Erinnerung ans Jahr 1914, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Personell vor allem an Adolf Ullmann, der wie kein anderer für diese Veranstaltung stand, sie über die Jahre geprägt und auch die diesjährige noch vorbereitet hat. Am 5. April war er im Alter von 71 Jahren nach langer Krankheit in Würzburg verstorben.


Hilfe für Opfer von Menschenhandel und häuslicher Gewalt

„Wir müssen immer wieder mit Kürzungen staatlicher Zuschüsse rechnen“, berichtet Eva Písecká. Dankbar sei sie daher für die durch die Ackermann-Gemeinde vermittelte Kollekte des Gottesdienstes auf dem diesjährigen Sudetendeutschen Tag. Diese sei ihr und ihren Kolleginnen von der Prager Caritas eine große Hilfe. Sie sitzt in ihrem Büro im „Haus Gloria“, mitten im Prager Außenbezirk Barrandov und umgeben von großen Wohnblocks, und erzählt von den vielen Aufgaben, die sich ihr und ihren Mitstreiterinnen stellen. Das Gebäude des Caritas-Projektes „Magdala“ beherbergt eine Beratungsstelle und Schutzwohnungen für Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und häuslicher Gewalt.


„Rastplatz für die Seele“ an der deutsch-tschechischen Grenze

Eine "Rastplatz für die Seele" will sie sein. Die ökumenische Autobahnkirche in Waidhaus an der A6. Seit 10 Jahren besteht nun dieses geistliche Angebot für Reisende von und nach Böhmen. Mit einem ökumenischen Festgottesdienst und der Eröffnung der Ausstellung „Europäischer Humanist. Přemysl Pitter“ von Ackermann-Gemeinde und Nationalen Pädagogischen Museum in Prag wurde dieses Jubiläum begangen.


"Die Hand zur Versöhnung ausstrecken"

Herrlichstes Sommerwetter und nach einem Jahr Pause wieder in der Basilika St. Anna – beste Rahmenbedingungen für die Sudetendeutsche Wallfahrt nach Altötting, die unter dem Motto „Heimat im Glauben“ steht und federführend von der Ackermann-Gemeinde organisiert wird. Hauptzelebrant des Pontifikalgottesdienstes war diesmal der frühere Weihbischof der Erzdiözese München-Freising Dr. Franz Dietl. Und bei der Marienfeier mit Totengedenken am Nachmittag oblag dem Vertriebenenseelsorger der Diözese Passau Pfarrer i.R. Klaus Hoheisel der Part als Offiziator. Mit der Prozession zur Gnadenkapelle endete die Wallfahrt.