Soziale und pastorale Einrichtungen besichtigt

Roma-Kinder präsentierten den Gästen, unter ihnen Msgr. Karl Wuchterl, im Caritas-Zentrum "Ambrela" geistliche Musik (Foto: R. Fabian).

Nicht nur die Theorie und Diskussion standen beim Bundestreffen der Ackermann-Gemeinde im Mittelpunkt. Bei einer Sternfahrt zu acht Zielen informierten sich die Teilnehmer am Samstagnachmittag über soziale und pastorale Einrichtungen im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet.

In Kooperation mit dem Sächsischen Jugendring gab es beispielsweise unter dem Motto „Bunt statt braun – Initiativen gegen Rechtsextremismus“ einen Besuch der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein. Im kulturhistorischen Museum in Zittau stand die „Via Sacra“ im Zentrum – unter der Fragestellung „zwischen grenzüberschreitendem Tourismusprojekt und spirituellem Angebot“. Der Theologie zuzuordnen war auch die Exkursion nach Herrnhut, wo eine Beschäftigung mit der Herrnhuter Brüdergemeine anstand – unter Berücksichtigung der historischen Spuren und des christlichen Lebens. Leider nur eine Führung durch das Kloster war in Marienthal möglich, da die Anreise infolge mehrerer Umleitungen doppelt so lange dauerte und daher keine Zeit mehr war für die Teilnahme am Festi-Wall der Aktion West-Ost, einer über eine Woche dauernden Begegnung deutscher, tschechischer, slowakischer und polnischer Jugendlicher. Die kirchliche Jugend- und Sozialarbeit stand im Salesianerzentrum in Rumburg/Rumburk auf dem Programm. Im Schlesischen Museum in Görlitz hieß das Thema „Deutsch-polnisches Erinnern an Schlesien“. Mit durchwegs positiven Eindrücken kehrten die Teilnehmer von der Fahrt nach Schluckenau/Šlukonov zurück, wo in dem von der Caritas betriebenen Zentrum „Ambrela“ mit unterschiedlichen Personen der Alltag der Roma-Minderheit im Schluckenauer Zipfel diskutiert wurde. Dort arbeitet auch die frühere Heimatpflegerin der sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. Eva Habel, die auch vor Ort als Ansprechpartnerin fungierte. Nicht fehlen durfte schließlich die Beschäftigung mit der sorbischen Minderheit mit dem Untertitel „Mehr als nur Folklore“, dieses Mal jedoch in Radibor, dem Heimatort des Seligen Alois Andritzki. Die kirchliche und sozialpädagogische Arbeit wurde bei diesem Gespräch besonders beleuchtet.

M. Bauer

Öffnet internen Link im aktuellen FensterSternfahrt (Gruppe 6): Das Schlesische Museum zu Görlitz: Der Schönhof - Ort der Erinnerung