Herzliche Einladung

 

Bayerisch-böhmische Kulturnacht
Landshut, 2. August 2019

unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik

mit Unterstützung der Stadt Landshut

 

 

Herzliche Einladung zur Kulturnacht!

Mit der Bayerisch-Böhmischen Kulturnacht am Freitag, den 2. August 2019, von 19.00 bis 1.00 Uhr können Sie in der Landshuter Innenstadt unser Nachbarland Tschechien und seine Kultur erleben.

  • An verschiedenen Orten gibt es kulturelle Angebote mit böhmischen und bayerischen Bezügen.

  • Es erwarten Sie: Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, eine Theateraufführung und Mitmachaktionen.

  • Jeweils um 19.00 Uhr, 20.00 Uhr und 21.00 Uhr startet an jedem Ort ein 40-minütiges Programm. Sie können demnach bis zu drei Angebote  nutzen.

  • Um 22.00 Uhr beginnt das Late-Night-Programm an zwei Orten

Bereits im Juli werden die drei Ausstellungen eröffnet. Auch hierzu ergeht herzliche Einladung.

Die Bayerisch-Böhmische Kulturnacht steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik. Sie wird mit Unterstützung der Stadt Landshut und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Landshut durchgeführt.

Eingeladen sind alle Landshuterinnen und Landshuter sowie die Gäste der Stadt.

 

Das komplette Programm zur Kulturnacht finden Sie hier.

 

Die Kulturnacht wird von der Ackermann-Gemeinde, einem katholischen Verband mit besonderen Engagement für die deutsch-tschechische Nachbarschaft und für Europa, getragen und mit Unterstützung der Stadt Landshut und in Kooperation mit mehreren Partnern aus Landshut durchgeführt. Sie findet zudem statt im Rahmen der Opens internal link in current windowdeutsch-tschechischen Begegnungstage, zu der vom 1. bis 4. August 2019 die Ackermann-Gemeinde und Sdružení Ackermann-Gemeinde einladen.

Wir danken für die Unterstützung der Opens external link in new windowStadt Landshut und dem Opens external link in new windowBayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

 

Grußwort des Schirmherrn

Der Schirmherr der Bayerisch-Böhmischen Kulturnacht, Botschafter der Tschechischen Republik, Tomáš Jan Podivínský lädt mit folgenden Worten zur Kulturnacht ein:

Bayern und Tschechen sind nicht nur gute Nachbarn, sondern immer mehr Partner und Freunde in der wahren Mitte Europas. Neben dem wirtschaftlichen und politischen Austausch, der sich in den vergangenen Jahren stetig intensiviert hat, sind gerade die direkten Begegnungen von Menschen und die Vermittlung von gelebter Kultur die Wege, die uns am besten zusammengebracht haben. Somit konnte unsere Nachbarschaft beginnen und wird von den Menschen getragen, was ich als das Allerwichtigste betrachte. Denn solche Verbindungen halten felsenfest über Generationen hinaus.

Diesen tschechisch-bayerischen Weg der Freundschaft sind wir Hand in Hand und auf Augenhöhe gemeinsam gegangen, und auf diese gemeinsame Leistung können wir nicht nur stolz sein, sondern sie kann und soll auch Vorbild für das Europa von heute sein.

Mit der Bayerisch-Böhmischen Kulturnacht sind Sie, liebe Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt Landshut, herzlich eingeladen, der Kultur unseres Landes, die auf vielfältige Weise mit Bayern und Deutschland verbunden ist, ganz nah zu begegnen. 

Mein großer Dank gilt insbesondere der Ackermann-Gemeinde, die seit Jahrzehnten die deutsch-tschechische Nachbarschaft aktiv mitgestaltet und die gemeinsam mit zahlreichen Partnern die Kulturnacht am 2. August 2019 trägt.

Tomáš Jan Podivínský
Botschafter der Tschechischen Republik

Ausstellung "Die Schaleks. Eine mitteleuropäische Familie"

im Barockfoyer der VHS LAndshut (Ländgasse 41)

Die Ausstellung „Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie“ erzählt die Geschichte Mitteleuropas im 20. Jahrhundert anhand von fünf Biografien von Mitgliedern der deutsch-tschechisch-jüdischen Familie Schalek. Neben den fünf Lebensgeschichten stellt die Ausstellung auch deren historischen Hintergrund dar und zeigt so die vielfältigen zerstörten und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wiedererstandenen Verbindungen im Herzen Europas.

Die Ausstellung „Die Schaleks – eine mitteleuropäische Familie“ ist ein Projekt, das vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam gemeinsam mit dem Collegium Bohemicum in Aussig/Ústí nad Labem und dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert-Stifter-Verein München realisiert wurde. Der Autor der Ausstellung und des Films ist der Publizist Ralf Pasch in Zusammenarbeit mit Tanja Krombach vom Deutschen Kulturforum östliches Europa.

Kulturnacht: Führungen durch den Kurator der Ausstellung Ralf Pasch (Berlin)

Ort: Volkshochschule Landshut – Barockfoyer (1. OG), Ländgasse 41


Eröffnung:
2. Juli 2019, 19.00 Uhr
mit Ralf Pasch und Tanja Krombach

Ausstellungsdauer: 3. Juli bis 3. August 2019

(Öffnungszeiten: Montag-Freitag 08.00 bis 20.00 Uhr und samstags 08.00 bis 12.00 Uhr)

 

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Landshut und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

Über die Ausstellung Opens external link in new window"Die Schaleks" auf den Seiten des Opens external link in new windowDeutschen Kulturforums östliches Europa

Trailer zur Ausstellung auf Opens external link in new windowYou tube

Download: Flyer zur Ausstellung und Plakat zur Ausstellung

 

"UNSERE" von Lukáš Houdek

im Röcklturm (Isarpromenaden 2)

Der tschechische Künstler Lukáš Houdek (*1984) studierte in Prag Romanistik und ist seit 2005 als Fotograf tätig. Er greift mit seinen Arbeiten immer wieder heiße Eisen der tschechischen Gesellschaft auf. Dies zeigen auch die Ausstellungen, die in Landshut auf drei Etagen im Röcklturm zu sehen sind. Die Fotografien Amare/Naši/Unsere reflektieren das Zusammenleben zwischen Tschechen und Roma. Mit dem Projekt Herna/Casino machte Houdek mithilfe einer Intervention auf die Gefahren des Glücksspiels aufmerksam. Mit der Ausstellung Umění dosídlit/Die Kunst des Nachbesiedelns und der Serie Dar/Das Geschenksetzt er sich mit den Spuren der deutschen Bevölkerung in Böhmen auseinander und damit, was nach 1945 dort entstanden ist. Er leistet damit Beiträge zu einer „Hate free culture“, zu Toleranz und gegenseitigem Respekt. 

 

Kulturnacht: Führungen durch Lukáš Houdek (Stříbro/Mies)

Prohlídky v českém jazyce s překladem do německého jazyka.

Ort: Röcklturm, Isarpromenade 2 (Nr. 2)

 

Eröffnung: 11. Juli 2019, 19.00 Uhr

Begrüßung: Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz (Landshut)

Einführung in die Ausstellung durch Lukáš Houdek  

Ausstellungsdauer: 12. Juli bis 4. August 2019 (Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr)

Download: Plakat zur Ausstellung

 

 

Ausstellung "Zeugen für Menschlichkeit"

Christlicher sudetendeutscher Widerstand 1938 - 1945

Die Ausstellung Zeugen für Menschlichkeit stellt zehn Persönlichkeiten vor, die sich aus christlicher Überzeugung gegen den Nationalsozialismus gestellt haben und so Opfer dieses menschenverachtenden Regimes wurden. Es handelt sich um fünf Priester, zwei Ordensfrauen und drei Laien, die noch heute mit ihrem Lebenszeugnis, dargestellt in Texten und Bildern, Beispiel und Vorbild sein sollen.

Die Ausstellung entstand in einer deutsch-tschechischen Kooperation der Ackermann-Gemeinde (München) mit der Sdružení Ackermann-Gemeinde (Prag) und der Tschechischen Christlichen Akademie (Prag). Der Prager Kardinal Dominik Duka und der damalige tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka übernahmen die Schirmherrschaft. 

Kulturnacht: Führungen durch Dr. Barbara Krause (Aachen)

20.00 h prohlídka v českém jazyce s Evou Engelhardt (Praha).

Ort: St. Martin – Turmhalle, Kirchgasse 232

Eröffnung: 18. Juli 2019, 19.00 Uhr (Pfarrsaal)

mit Einführung und Vortrag „Zwischen Kirche und Nation. Religion in den böhmischen Ländern im 20. Jahrhundert“ von Dr. Martin Zückert (Historiker, Collegium Carolinum, München)

Ausstellungsdauer: 19. Juli bis 11. August 2019 (Öffnungszeiten: täglich 07.30 bis 18.30 Uhr, montags 10.30 bis 14.00 Uhr geschlossen) 

In Kooperation mit der Stadtkirche Landshut und dem Christlichen Bildungswerk Landshut e.V.

Download: Plakat zur Ausstellung


Einladung zum Tanz


Das
Volksmusik-Ensemble der deutsch-tschechischen Kulturwoche "Rohrer Sommer" spielt mündlich überlieferte Volksmusik und lädt zum Mittanzen ein. Es erklingen Walzer, Polka, Rheinländer, Zwiefache und weitere Tänze. Leichte Figurentänze werden erklärt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. 

Zum „Rohrer Sommer“ kommen jedes Jahr auf Einladung der Ackermann-Gemeinde deutsche und tschechische Kulturinteressierte aller Generationen in das Kloster Rohr. Dort musizieren, singen und tanzen sie gemeinsam und pflegen die nationenverbindende Kultur Böhmens.


Ort:
Fußgängerzone, vor dem Rathaus (bei Regen im Pfarrsaal St. Martin)

Mit Unterstützung des BW & RRC Peppermint Landshut e.V.


Straßentheater: Roman Horák

Roman Horák bringt mit seinem Auftritt deutsch-tschechische Kommunikation in origineller Form auf die Landshuter Straßen. Im Mittelpunkt steht ein Straßen-Theater-Act, der die Angst vor dem deutsch-tschechischen Dialog nimmt. Ohne (zu viele) Worte spielt der selbsternannte bayerische Tschechoslowake „BavaRom Cz“ Improvisiertes, Geprobtes, Gesungenes, Rezitiertes, Unerwartetes… Dabei bringt er das Publikum zum Lachen, berührt, entfesselt Leidenschaften und spornt zum Nachdenken an. Roman Horák, Mime und Clown, ist auch mit verschiedenen Ensembles unterwegs, mit denen er weltweit eine Reihe von Theaterpreisen gewonnen hat.

 

Ort: Fußgängerzone, vor der Metzgerei Hofmair

 

Konzert: Brahms meets Dvořák


Johannes Brahms (1833-1897) und Antonín Dvo
řák (1841-1904) verband eine lebenslange Freundschaft, die auch in ihren Werken Niederschlag fand. Das Quartett der Deutsch-tschechischen Kulturwoche Rohrer Sommer“, bestehend aus Irina Ullmann (Klavier), Stefan Henneberger (Klarinette), Stephanie Kocher (Viola) und Simon Ullmann (Violoncello) spielt Stücke beider Komponisten. Es erklingen zum Teil Eigenarrangements, die für diese Besetzung und diesen Anlass angefertigt wurden.

Ort: Heilig-Geist-Kirche, Heilig-Geist-Gasse 394

In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Landshut

 


Konzert: Barocke Musik


Das Ensemble
Musica ad Gaudium aus Pilsen/Plzeň widmet sich der Interpretation der "alten Musik", hauptsächlich aus Renaissance und Barock, und auch der Musik zeitgenössischer Komponisten. In den Räumen der barocken Frieshalle der Volkshochschule kommen Werke von Komponisten der Barockzeit (Dietrich Buxtehude, Adam Václav Michna und Georg Philipp Telemann) sowie zeitgenössische Musik (Holmer Becker und Natálie Janecká) zur Aufführung.

Das Ensemble Musica ad Gaudium wurde 1989 gegründet und gibt Konzerte in Tschechien und im Ausland. Es treten auf: Andrea Brožáková-Frídová (Gesang), Alena Tichá (Cembalo) und Jaromír Tichý (Blockflöte/Querflöte).

Ort: Volkshochschule Landshut - Frieshalle (EG), Ländgasse 41

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Landshut

 

 

 

Konzert: Mario Bihári

Ein herausragender Vertreter der Roma-Musik in Tschechien ist der Sänger, Akkordeonspieler und Pianist Mário Bihári. Zusammen mit Adam Pospíšil stellt er eine Verbindung von Roma-Musikgefühl mit klassischer, volkstümlicher und moderner elektronischer Musik, Pop und Jazz her. Biháris musikalischer Ausdruck ist unverkennbar und originell. Viele Jahre war der mit acht Jahren erblindete Künstler mit der legendären Sängerin Zuzana Navarová und ihrer Gruppe KOA auf der Bühne. Er arbeitet mit vielen berühmten Persönlichkeiten der tschechischen Kulturszene zusammen.

Ort: Literaturcafe im Röcklturm, Isarpromenade 2

In Zusammenarbeit mit dem Literaturcafé im Röcklturm

 

 

 

 

Sakrale Musik: Hildegard von Bingen

Durch Gesang, Rezitation und Tanz setzen sich drei junge tschechische Künstlerinnen mit Gebeten der heiligen Hildegard von Bingen auseinander. Sie schlagen damit eine Brücke vom Mittelalter in die Gegenwart. Bei Kerzenlicht wird in der Krypta von St. Jodok die Einzigartigkeit des Werkes der mittelalterlichen Äbtissin und Mystikerin erlebbar. Zudem ist das Programm eine Einladung zur Ruhe und bietet Raum für eigene Gedanken, Wünsche und Gebete.

Es treten auf: die Sängerin Petra Lavička, die Tänzerin Barbora Rakušanová sowie Kateřina Šteidlová (Rezitation).

Ort: St. Jodok – Krypta, Freyung 629


In Zusammenarbeit mit der Stadtkirche Landshut

 

Foto: Lenka Hatasová

Lesung: Kateřina Tučková "Gerta. Das deutsche Mädchen"

Dr. Kateřina Tučková zählt zu den einflussreichsten tschechischen Autorinnen der Gegenwart. Sie liest aus ihrem Roman Gerta. Das deutsche Mädchen(Klak-Verlag 2019), der sich den Nachkriegsereignissen in der mährischen Stadt Brünn/Brno und dem schwierigen Zusammenleben von Tschechen und Deutschen stellt. Der Roman war 2010 in Tschechien ein Bestseller, wurde mit dem Literaturpreis „Magnesia Litera“ ausgezeichnet und löste eine innertschechische Debatte über den Umgang mit der Vertreibung der Deutschen aus. 2015 erschien „Das Vermächtnis der Göttinnen“ (DVA). Gründungsdirektorin des Festivals „Meeting Brno“. Es moderiert Rainer Karlitschek.

20.00 h čtení s překladem do českého jazyka

Ort: Saal Lebenshilfe, Spiegelgasse 207

In Zusammenarbeit mit Lebenshilfe Landshut e. V.

Foto: Milan Maliček

Lesung: Radka Denemarková "Ein Beitrag zur Geschichte der Freude"

Dr. Radka Denemarková ist mit ihrem jüngst in deutscher Sprache er­schienenen Roman „Ein Beitrag zur Geschichte der Freude zu Gast. Dieses Werk nimmt sich des Themas Gewalt gegen Frauen an. In ihrem sprachgewaltigen Roman schildert sie, wie sich drei ältere Damen trotzig daran machen, das „vergewaltigte Jahrhundert“ geradezubiegen, geschundene Körper zu heilen und für ungesühnte Verbrechen Rache zu üben. Denemarková, Germanistin und Bohemistin, veröffentlichte zahlreiche Romane, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Sie arbeitet zudem als Dramaturgin und als Übersetzerin ins Tschechische (z.B. von Herta Müller, Bertold Brecht und Thomas Bernhard). Mehrfach wurde sie mit dem bedeutenden tschechischen Literaturpreis „Magnesia Litera“ ausgezeichnet. Es moderiert Dr. Christian Geltinger.

Ort: Bücher Pustet, Altstadt 28

In Zusammenarbeit mit Bücher Pustet Landshut

 

 

Lesung: Sabine Dittrich über Přemysl Pitter

Im Mittelpunkt der Lesung mit Sabine Dittrich, Schriftstellerin und Mitglied im tschechischen P.E.N. Club, steht Přemysl Pitter, ein tschechischer Pädagoge und Humanist. Im Mai 1945 brachte er jüdische Waisenkinder aus Theresienstadt in seine neu geschaffenen Erholungsheime. Mit seinem Team nahm er auch Hunderte deutscher Kinder aus tschechischen Lagern auf. Gemeinsam konnten die Kinder Versöhnung erleben, und es wurde ihnen Heilung und ein Neuanfang ermöglicht. Pitters Autobiografie, die gemeinsam mit Filmausschnitten und Zeitzeugeninterviews präsentiert wird, ist eine Mischung aus Schwejk und Gottvertrauen, Pragmatismus und Zuversicht in die Kraft der gewaltfreien Liebe. Voller politischer Weitsicht - aktuell bis heute.

19.00 h čtení s překladem do českého jazyka

Ort: Haus International, Bauhofstraße 3d

In Zusammenarbeit mit dem Haus International e.V.

 

Führung: Böhmisches Landshut

Im Jahr der Stadtgründung von Landshut fand die Hochzeit von Herzog Ludwig I. mit Ludmilla, der Tochter des Herzogs Friedrich von Böhmen, statt. Herzogin Ludmilla gründete vor den Toren der Stadt 1232 das Zisterzienserinnenkloster Seligenthal. Seither sind mehrfach ranghohe dynastische Beziehungen zwischen Landshut und Böhmen nachweisbar. Daneben treten Wechselbeziehungen in Architektur und Kunst. Beispielsweise ist die gotische Architektur in Landshut um 1400 ohne die Parlergotik und ohne die Prager Bauhütte nicht denkbar. Die Kurzführung durch Dr. Franz Niehoff, Direktor der Museen der Stadt Landshut, gibt Einblick in diesen Kosmos europäischer Bezüge zwischen Bayern und Böhmen.

21.00 h prohlídka s překladem do českého jazyka 

Ort: LANDSHUTmuseum, Alter Franziskaner Platz 483

In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Landshut

 

Theater: Brundibár


Die Kinderoper
Brundibárist eine Geschichte vom Sieg des Guten über das Böse. Zwei arme Geschwister wollen durch Singen Geld verdienen, um Milch für ihre kranke Mutter kaufen zu können. Dabei müssen sie sich gegen den grässlichen Leierkastenmann Brundibár wehren. Der Komponist Hans Krása verfasste die Kinderoper im Jahr 1938. Über fünfzig Mal wurde sie im Ghetto Theresienstadt von jüdischen Kindern aufgeführt. Für Darsteller und Lagerinsassen ließ sich der Stoff als eine Allegorie auf die Überwindung der Hitler-Diktatur deuten.

Die Musik zur Kinderoper wurde für eine Darbietung als Schattenspiel (Regie: Jutta Boehm) für die deutsch-tschechische Kulturwoche „Rohrer Sommer“ von Stephanie Kocher und Christa Ullmann bearbeitet.

Ort: Salzstadel, Steckengasse 308

 

Late-Night Programm

 

Jazz Konzert

Die Pilsner Jazz Band zaubert mit ihrer Musik eine lockere Atmosphäre von Jazz und Swing. Sie spielt aber auch Stücke im Rhythmus von Boogie Woogie, Blues, Latin-Jazz und der Jazz-Moderne. Es kommen dabei Erinnerungen auf an Louis Armstrong, Joe "King" Oliver und Eddie Condon und an die goldene Zeitperiode der Swingmusik bis in die Zeit der Jazz-Klassiker, wie Duke Ellington, Ella Fitzgerald und anderen.

Die Pilsner Jazz Band, eine achtköpfige Band, nimmt regelmäßig an Jazz-Festivals in Tschechien und im Ausland teil und nahm bisher drei CDs auf. Sieben Musiker in der klassischen Besetzung werden begleitet von einer Sängerin mit charakteristischen Samtstimme.

Ort: Rauchensteiner, Badstraße 3 (Nr. 14)

In Zusammenarbeit mit den Jazz-Freunden Landshut e.V. und dem Rauchensteiner

 

 

Poetry und Disco

 

Poetisch und wild endet die Kulturnacht im JUZ Poschinger Villa. „Deutschlands lustigster Tscheche“ Dr. Jaromír Konečgeht in seinem Programm Ausgesprochen schwierigwichtigen Fragen seines Alltags nach. Haben die deutschen tatsächlich Umlaute erfunden, um Tschechen zu ärgern? Warum sonst gibt es diese ausgesprochen schwierigen Wörter wie „KÜhlflÜssigkeitsÜberlaufBehÄlter“? Wie soll man überhaupt Deutsch lernen, wenn die deutschen sich untereinander schon nicht wirklich verstehen?

Zwischendurch singt Konečný, spielt Gitarre, jongliert, hilft den Zuschauern ihr Gehirn zu fördern, erzählt echte tschechische Witze und scheut dabei nicht einmal echten Tiefsinn. Konečný ist nicht nur erfolgreicher Poetry Slammer, sondern auch Forscher (Dr. rer. nat.). Er bietet Jonglier-Workshops und Vorträge zur Wissenschaftskommunikation und adulten Neurogenese an.

 

 

 

Außerdem tritt auf der Bühne Julian Niedermeier aus Landshut auf. Der Schauspieler ist auch als Autor unterwegs. Seine aktuellen Texte stehen unter dem Motto „So etwas wie Freiheit“. In diesen bezieht er Stellung und macht sich für Meinungs- und Kunstfreiheit stark.

Dritter Poet ist Thomas Eiwen aus Freising. Der Student der Agrarwissenschaften in Weihenstephan bringt humorvolle Texte und Geschichten mit. Als Teilnehmer des Mundartslam hat er auch bayerische Texte im Repertoire.

Außerdem legt DJ Holle aus Berlin zu einer deutschechischen Disco auf. Der Veranstaltungstechniker verbrachte einige Zeit in Prag und werkelte nicht nur auf den großen Festivals des Landes, sondern lernte auch die tschechische Musikszene kennen. Seither fehlt tschechische Musik auf keiner seiner Playlists. Garantiert eine Nacht ohne englischsprachige Songs.

Ort: JUZ Poschinger Villa, Gestütstr.1

In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Poschinger Villa