Unermüdlicher Einsatz für Aussöhnung

Päpstliche Ehrung für Adolf Ullmann (vorne v. l.) Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Christa Ullmann, Adolf Ullmann und Bischof Dr. Friedhelm Hofmann; hinten v.l. Hans-Peter Dörr, Martina Bachmann, Monsignore Karlheinz Frühmorgen und Gabriele Heilmann vom Vorstand der Ackermann-Gemeinde.

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann überreicht päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ an Adolf Ullmann, Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde

Würzburg (POW) Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Tschechen hat Papst Benedikt XVI. dem langjährigen Vorsitzenden der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Würzburg, Adolf Ullmann aus Höchberg, den päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice – Für Kirche und Papst“ verliehen. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann überreichte die Auszeichnung am Montagnachmittag, 7. Juli, an Ullmann im Bischofshaus in Anwesenheit von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Ullmanns Ehefrau Christa und Mitgliedern der Ackermann-Gemeinde. Die Auszeichnung geht zurück auf eine Stiftung Papst Leos XIII. aus dem Jahr 1888. Die an einem gelb-weißen Band hängende Kreuzmedaille in Gold zeigt das Bildnis der Apostel Petrus und Paulus und den Namen des Papstes.

Bischof Hofmann würdigte den jahrzehntelangen Einsatz des 65-Jährigen für die Kirche. Ullmann stand 34 Jahre an der Spitze der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Würzburg und ist seit 2004 deren Bundesvorsitzender. Zentrales Thema für Ullmann sei durch all die Jahre der Einsatz für den europäischen Gedanken mit Blick nach Osten gewesen – auf dem Boden des christlichen Glaubens. Vor dem Zusammenbruch des Kommunismus seien für Ullmann der Einsatz für die Kirche in der Verfolgung und die grenzüberschreitenden Kontakte in die Tschechoslowakei das Prägende gewesen. „Vor allem aber trat er unermüdlich für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Tschechen ein, ohne aber die Geschichte der letzten 150 Jahre einfach vom Tisch zu wischen“, sagte der Bischof bei der Würdigung. Nach der Wende habe Ullmann den Wandel in der Versöhnungsarbeit gestaltet und Kontakte, Begegnungen und Partnerschaften aufgebaut und gefördert. Die Ackermann-Gemeinde habe sich unter Ullmann der Unterstützung der Aktion „Renovabis“ und der Seelsorge für Spätaussiedler und Migranten zugewandt.

Mit auf die Initiative Ullmanns gingen die Landkreispartnerschaft zwischen Würzburg und Sumperk/Mährisch Schönberg, deutsch-tschechische Pfarrei- und Schulbegegnungen, Jugendaustausch und viele persönliche Kontakte zurück. Die Mithilfe beim Aufbau des Gästehauses in Dobra Voda/Gutwasser im Böhmerwald und eine neue Perspektive für die westböhmische Wallfahrtskirche Maria Stock gehörten ebenfalls dazu. „Ein besonderes Anliegen ist es für Sie, der tschechischen Kirche zu helfen, christliche Wertvorstellungen in eine postkommunistische Gesellschaft hineinzutragen, und dafür zu sorgen, dass diese Werte auch im Westen nicht in Vergessenheit geraten“, sagte der Bischof zu Ullmann.

Ullmann dankte für die Auszeichnung. Er sehe die Ehrung als Anerkennung für das Wirken der Ackermann-Gemeinde und als Verpflichtung, den Einsatz für die Aussöhnung fortzusetzen, solange seine Kräfte dies zuließen. Es sei eine ganz wichtige seelsorgerische Aufgabe, die Partnerschaft zwischen Deutschen und Tschechen aufrechtzuerhalten.

bs(POW)