Mit bewährten Kräften und neuen Impulsen

Keine großen Veränderungen gibt es in der Führung der Ackermann-Gemeinde auf Bundesebene. Sowohl der Bundesvorsitzende Martin Kastler MdEP a.D. als auch der Geistliche Beirat Monsignore Dieter Olbrich wurden bei der jüngsten Hauptversammlung in Würzburg in ihren Ämtern bestätigt. Deutlich wurde auch, dass die Ackermann-Gemeinde in den zurückliegenden drei Jahren ein immense Vielzahl an Veranstaltungen und Aktivitäten geboten hat.

Die Delegierten und Multiplikatoren aus den Diözesen, Regionen und weiteren Untergliederungen der Ackermann-Gemeinde.

Der Bundesvorsitzende Martin Kastler MdEP a.D.

Der Bundessprecher der Jungen Aktion Matthias Melcher gab den Anwesenden aus Sichr der Jugend Impulse.

Der Bundesvorsitzende Martin kastler (r.) mit seinen bisherigen StellvertreterInnen (v.l.): Martin Panten, Dr. Marie Bode und Herwig Steinitz.

Kulturminister a.D. Daniel Herman reiste aus Prag nach Würzburg an.

Msgr. Dieter Olbrich, Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde und Präses für die sudetendeutschen Katholiken.

Die Mitglieder des AG-Bundesvorstandes (2019-2022). Es fehlen: Msgr. Dieter Olbrich, Prof. Dr. Barbara Krause und Stephanie Kocher.

In den zurückliegenden drei Jahren musste die Ackermann-Gemeinde aber auch von mehreren bedeutenden Personen Abschied nehmen. Das Totengedenken galt unter anderem dem Ehrenvorsitzenden Dr. Walter Rzepka, dem Gründungsmitglied Dr. Martha Krause-Lang, den Bundesvorstandsmitgliedern Ilse Stonjek und Iva Slancová, dem Geistlichen Beirat im Bistum Limburg Dr. Karl Kindermann und aus den Diözesen Rudolf Krämling, Franz Krotzky und Ludwig Zettl. Darüber hinaus gedachten die Teilnehmer mit Miloslav Kardinal Vlk, Dr. h.c. Max Mannheimer und Ernst Graf von Waldstein, die über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Freunden, Förderen und Wegbegleiter waren.

Der Vorsitzende der tschechischen Sdružení Ackermann-Gemeinde (SAG), Daniel Herman, erinnerte in seinem Grußwort an die historischen Verdienste der Ackermann-Gemeinde und zeigte sich dankbar, als SAG-Vorsitzender gemeinsam mit der AG wirken zu können. Der Bundessprecher der Jungen Aktion Matthias Melcher wies in seinem Beitrag auf das Jubiläum „70 Jahre Junge Aktion“ im kommenden Jahr hin und lud hierzu alle früheren und heutigen Mitglieder ein.

Über die Arbeit auf der Bundesebene von 2016 bis 2019 berichtete Bundesvorsitzender Kastler. Im Herbst 2016 fand die 70-Jahr-Feier der Ackermann-Gemeinde in Nürnberg statt. Die Jahre 2017 und 2018 waren von der Jugend geprägt: 20 Jahre „Plasto Fantasto“, die Ferienfreizeit für die Jüngsten, und die Verleihung des Europäischen Bürgerpreises an die Junge Aktion. Im kirchlichen Bereich war die Ackermann-Gemeinde ebenfalls im Jahr 2018 mit einigen Veranstaltungen und einem gut frequentierten Stand beim Katholikentag in Münster präsent, im Vorfeld der Europawahl bot die Ackermann-Gemeinde Anfang Mai 2019 eine Europawallfahrt nach Mariazell in die Steiermark. Noch gut in Erinnerung waren allen Delegierten die deutsch-tschechischen Begegnungstage heuer Anfang August in Landshut, wo die Bayerisch-Böhmische Kulturnacht ein unvergessliches Highlight war. Darüber hinaus genießt das jährlich am Palmsonntag-Wochenende stattfindende Brünner Symposium hohes Ansehen in Deutschland und Tschechien, Gleiches gilt für die in beiden Ländern und in Österreich seit September 2016 gezeigte Wanderausstellung „Zeugen für Menschlichkeit“. Zu dieser ist auch ein Katalog erschienen, darüber hinaus konnte im Januar 2019 das Interviewbuch „Fernes Europa“ von Monsignore Anton Otte vorgestellt werden. Eine Neuauflage erfuhr ferner die Biographie „Unter dem Rad der Geschichte“ über Přemysl Pitter, über den ebenfalls eine Ende 2018 überarbeitete Ausstellung informiert. Auch auf die Zusammenarbeit mit der Sdružení Ackermann-Gemeinde ging Kastler ein, auf die Aktivitäten und Angebote der Diözesan- und Regionalverbände sowie der Jungen Aktion und des Rohrer Forums, wodurch eine große Vielfalt deutlich werde. Ebenso nannte der Bundesvorsitzende den jährlichen Rohrer Sommer, die Ostertage in Eglofs und die Colloquia Ustensia, die alle Generationen ansprechen. „Die Arbeit der Ackermann-Gemeinde ist vor allem durch das Miteinander von Deutschen und Tschechen und vom Engagement für Europa geprägt“, fasste Kastler zusammen. Aber auch die Aspekte „Glauben leben“ und „Gemeinschaft erleben“ seien wichtig und sinnstiftend. Mit der Überreichung von Geschenken an die bisherigen Mitglieder des Bundesvorstands schloss der Bundesvorsitzende seinen Tätigkeitsbericht.

Der Geistliche Beirat Monsignore Dieter Olbrich verwies in seinem Bericht auf seine Aufgabe, die als Präses für die sudetendeutschen Katholiken weit über die Ackermann-Gemeinde hinausreiche.

Unter der Leitung von Klemens Heinz wählten die Delegierten Martin Kastler erneut zum Bundesvorsitzenden und Monsignore Dieter Olbrich wieder zum Geistlichen Beirat. Neben Dr. Maria Bode und Martin Panten ist nun Adriana Insel stellvertretende Bundesvorsitzende, da Herwig Steinitz nicht mehr antrat. Weitere Vorstandsmitglieder auf Vorschlag der Diözesan- und Regionalgemeinschaften sind Pfarrer Heinrich Bohaboj, Rainer Karlitschek, Stephanie Kocher, Prof. Dr. Barbara Krause, Kaplan Markus Ruhs und Sandra Uhlich. Die Junge Aktion vertreten nun Sophia Kocher und Christoph Mauerer. In freier Wahl wurden schließlich Manfred Heerdegen und Christoph Lippert gewählt. Qua Amt gehören schließlich noch Bundesgeschäftsführer Matthias Dörr und der Vorsitzende der Ackermann-Gemeine e.V. Klemens Heinz zum Bundesvorstand der Amtszeit von 2019 bis 2021.

Im Ausblick auf das Jahr 2020 nannte Bundesgeschäftsführer Dörr unter anderem das Jubiläum 400 Jahre Schlacht am Weißen Berg und das fünfjährige Jubiläum des Brünner Festivals „Meeting Brno“. Ebenso laufe der Leitbildprozess weiter, und auch die beiden Ausstellungen könnten für das kommende Jahr noch gebucht werden.

Ein Gottesdienst in der Mutterhauskirche der Erlöserschwestern mit Msgr. Dieter Olbrich bildete den Abschluss. „Es war ein intensiver und arbeitsreicher Tag in Würzburg“, resümiert Bundesgeschäftsführer Dörr. Dieser habe neben der Hauptversammlung den Delegierten und Multiplikatoren aus den Diözesen und Regionen sowie aus den verschiedenen Arbeitsbereichen durch die den verschiedenen Beiträgen auch wichtige Impulse für die zukünftige Arbeit gegeben.

Markus Bauer