Herbert Werner mit großem Verdienstkreuz geehrt

Herbert Werner, ehemaliger Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde und früherer Mitgeschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, wurde für seine Verdienste um das deutsch-tschechische Verhältnis mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Damit wurde sein Wirken im Rahmen des Zukunftsfonds und verschiedener Vertriebenenorganisationen gewürdigt.

Herbert Werner (li.) und Botschafter Helmut Elfenkämper.

Die Ordensverleihung wurde am 26. Juni 2007 vom deutschen Botschafter Helmut Elfenkämper im Palais Lobkowicz, Sitz der Deutschen Botschaft Prag, vorgenommen. Elfenkämper hob bei der Feierstunde besonders den Beitrag Werners bei den schwierigen Verhandlungen zur Zwangsarbeiterentschädigung und für die Gründung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hervor. Auf besondere Weise werde sein großes und erfolgreiches Engagement in sehr verschiedenen Themenbereichen der deutsch-tschechischen Beziehungen geehrt. Der Bundesvorsitzende der Ackermann-Gemeinde Adolf Ullmann betonte in seinem Glückwunsch die wegweisende Arbeit Werners in der Nach-Wende-Zeit. „Es ist Ihnen gelungen, die Beziehungen der Ackermann-Gemeinde aus der Zeit vor 1989 in Ihrer Amtszeit als Bundesvorsitzender zu nutzen und die grenzüberschreitende Tätigkeit unserer Gemeinschaft in Kirche und Gesellschaft auszubauen“, so Ullmann.

Werner wurde 1941 im nordböhmischen Teplitz (Teplice) geboren und kam nach der Vertreibung nach Württemberg, wo er Geschichte und Anglistik studierte. 1972 wurde der CDU-Politiker für den Wahlkreis Ulm Mitglied des Bundestages, dem er bis 1994 angehörte. Sein Engagement galt der katholischen Vertriebenenarbeit. Als Nachfolger von Josef Stingl wurde er 1991 Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde und bekleidete dieses Amt bis 1998. Seit 1991 ist Werner Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Vertriebenenorganisationen und gehörte ferner dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem Sudetendeutschen Rat an. Von 1998 bis 2006 lebte Werner in Prag und wirkte dort bis zu seinem Ruhestand als Ko-Geschäftsführer des Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds.