Europäischer Essaywettbewerb für Studierende zum 10. Mal

MÜNCHEN/PRAG. „Zwei Europas? Verstehen wir uns (noch)?“ - dieses Thema trägt der 10. Europäische Essaywettbewerb. Ausgelobt wird er vom Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde Martin Kastler und dem Vorsitzenden der Bernard Bolzano Gesellschaft Doc. Dr. Matěj Spurný. Der Wettbewerb findet im Zusammenhang mit dem 29. Brünner Symposium „Dialog in der Mitte Europas“ (3. bis 5. April 2020) in Brünn/Brno statt.

„Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schien die allmähliche Annäherungen der mittel- und osteuropäischen Länder und des früheren Kerns der europäischen Union ein kontinuierlicher Prozess zu sein“, blickt der ehemalige CSU-Europaabgeordnete Kastler zurück und konstatiert: „Doch heute herrscht der Eindruck, dass innerhalb der Europäischen Union in grundsätzlichen Fragen unterschiedliche Einstellungen bestehen.“ Auch der tschechische Historiker Matěj Spurný sieht in Europa gegenseitiges Unverständnis: „Es macht den Eindruck, als würden wir über viele Dinge, wie zum Beispiel Migration, Kilmawandel oder auch Demokratie und Freiheit, in Europa keine gemeinsame Sprache mehr finden können.“ Umso wichtiger sei es, sind sich Kastler und Spurný einig, zu wissen, warum sich die Graben zwischen Gesellschaften oder auch Milieus mit verschiedenen Weltanschauengen vertiefen und was die Trennlinien bestimmt. Hierüber nachzudenken, lädt der Essaywettbewerb ein.

 

Eine Jury unter Vorsitz der beiden Initiatoren wählt die Preisträger aus den eingereichten Arbeiten aus. Diese bekommen die Möglichkeit, ihre prämierten Essays Anfang April 2020 beim 29. Brünner Symposium „Dialog in Mitte Europas“ zu präsentieren. „Junge Menschen haben einen anderen und oft ehrlicheren Blick auf aktuelle Entwicklungen.“ Dies hätten die früheren Jahrgänge gezeigt, so Kastler, der vor zehn Jahren diesen Wettbewerb ins Leben rief. Einen besonderen Reiz des Essay-Wettbewerbs sieht er darin, dass die Preisträger ihre Beiträge vor einem großen Publikum vor- und zur Diskussion stellen können.

Der Siegerbeitrag wird mit 500 € prämiert. Die 2. und 3. Preisträger erhalten für ihre Essays 300 € bzw. 200 €. Die Beiträge sollen einen Umfang von mindestens 1 bis maximal 3 Seiten (DIN A4) haben und können in deutscher, tschechischer oder slowakischer Sprache verfasst werden. Besonders willkommen sind dabei Beiträge in der jeweils anderen Sprache. Die Gewinner werden durch eine Jury aus Repräsentanten deutscher und tschechischer Institutionen unter dem Vorsitz von Martin Kastler MdEP a.D. und Doc. Matěj Spurný ermittelt. Eine Veröffentlichung der prämierten Arbeiten ist geplant.

Die Beiträge zu dem Thema „Zwei Europas? Verstehen wir uns (noch)?“ sollen unter Angabe von Name, Adresse, E-mail-Adresse, Alter, Universität, Studienfach und Telefonnummer bis zum 16. Februar 2020 als Mail an die Adresse essay@ackermann-gemeinde.de geschickt werden. Teilnehmen können Hochschulstudenten und Doktoranden aus Deutschland, Tschechien, Österreich und der Slowakei.

 

Zum Download stehen Ihnen folgende Unterlagen zur Verfügung:
- Aufruf auf Deutsch hier
- Aufruf auf Tschechisch hier
- Pressemitteilung auf Deutsch hier
- Pressemitteilung auf Tschechisch hier