9. Europäischer Essaywettbewerb 2019 zum Thema "30 Jahre nach 1989. Wie steht es um die Freiheit in Europa?"

MÜNCHEN/PRAG. „30 Jahre nach 1989. Wie steht es um die Freiheit in Europa?“ - dieses Thema trägt der 9. Europäische Essay¬wettbewerb. Ausgelobt wird er vom Bundesvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde Martin Kastler und dem Vorsitzenden der Bernard Bolzano Gesellschaft Doc. Matěj Spurný. Der Wettbewerb findet im Zusammenhang mit dem 28. Brünner Symposium „Dialog in der Mitte Europas“ (12. bis 14. April 2019) in Brünn/Brno statt.

„Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit“, ruft der ehemalige CSU-Europaabgeordnete Kastler mit Blick auf drei Jahrzehnte nach dem Fall der kommunistischen Regime in Ost-Mitteleuropa und des Eisernen Vorhangs in Erinnerung. Er sei dankbar für die große Chance, die sich 1989 für unseren Kontinent ergeben hätten. „Im Rückblick nehmen wir aber wahr, wie ein zu stark auf Wirtschaft fokussierter Liberalismus viele Bürger zurückließ, die sich heute nicht selten vom freiheitlich-demokratischen System innerlich abgewandt haben.“ Dies führe zu einer Gefährdung der Freiheit, so Kastler besorgt.

Für den tschechischen Historiker Doc. Dr. Matěj Spurný ist es wichtig, die unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit zu reflektieren und zu bewerten. „Nach der Samtenen Revolution habe sich in unserem Land ein Freiheitsbegriff durchgesetzt, der die Verantwotung für Andere ausblendet und den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht ausreichend unterstützt“, so Spurný. Zu einer Bestandsaufnahme über Freiheit und einer Reflexion der zugrundeliegenden Freiheitsideen lädt der Essaywettbewerb ein. Eine Jury unter Vorsitz der beiden Initiatoren wählt die Preisträger aus den eingereichten Arbeiten aus. Diese bekommen die Möglichkeit, ihre prämierten Essays Mitte April 2019 beim 28. Brünner Symposium „Dialog in Mitte Europas“ zu präsentieren. „Junge Menschen haben einen anderen und oft erfrischenden Blick auf aktuelle Entwicklungen.“ Dies hätten die früheren Jahrgänge gezeigt, so Kastler. Einen besonderen Reiz des Essay-Wettbewerbs sieht er darin, dass die Preisträger ihre Beiträge vor einem großen Publikum vor- und zur Diskussion stellen können.

 

Der Siegerbeitrag wird mit 500 € prämiert. Die 2. und 3. Preisträger erhalten für ihre Essays 300 € bzw. 200 €. Die Beiträge sollen einen Umfang von mindestens 1 bis maximal 3 Seiten (DIN A4) haben und können in deutscher, tschechischer oder slowakischer Sprache verfasst werden. Die Gewinner werden durch eine Jury aus Repräsentanten deutscher und tschechischer Institutionen unter dem Vorsitz von Martin Kastler MdEP a.D. und Doc. Matěj Spurný ermittelt. Eine Veröffentlichung der prämierten Arbeiten ist geplant.

Die Beiträge zu dem Thema „30 Jahre nach 1989. Wie steht es um die Freiheit in Europa?“ sollen unter Angabe von Name, Adresse, E-mail-Adresse, Alter, Universität, Studienfach und Telefonnummer bis zum 15. Februar 2019 als Mail an die Adresse essay@ackermann-gemeinde.de geschickt werden. Teilnehmen können Hochschulstudenten und Doktoranden aus Deutschland, Tschechien, Österreich und der Slowakei.

 

Zum Download stehen Ihnen folgende Unterlagen zur Verfügung:
- Aufruf auf Deutsch hier
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