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Über die Stiftung

Die Ackermann-Gemeinde leistet seit 1946 Friedensarbeit aus christlicher Verantwortung  in der Mitte Europas. Sie strebt danach, eine gute Nachbarschaft zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken in Gemeinschaft mit den anderen Völkern Mitteleuropas aufzubauen und zu pflegen. Sie setzt sich für die Bewältigung von Unrecht und Leid der Vergangenheit ein. Nationalismus soll überwunden, Minderheiten sollen geschützt, Vertreibungen geächtet werden. Opfer von Flucht, Vertreibung und menschenrechtswidriger Verfolgung sollen Solidarität und Hilfe zur Integration finden. Frieden zwischen Menschen ist nicht selbstverständlich. Auch nicht automatisch in einer Europäischen Union. Wir müssen uns immer wieder um ihn bemühen. Nicht zuletzt gründet er auf dem nachbarschaftlichen Engagement, das die Begegnung zwischen Mensch und Mensch ermöglicht. Dafür Nährboden zu sein, bleibt dauernde Aufgabe und Herausforderung für die Ackermann-Gemeinde.

Aber auch dieses Engagement bedarf zum Erfolg ausreichender Finanzmittel, selbst wenn ein Großteil der Arbeit durch ehrenamtliche Leistungen erbracht wird. Der größte Teil der für unsere Arbeit eingesetzten Geldmittel stammte in den zurückliegenden Jahren aus kirchlichen und staatlichen Quellen. Diese Quellen haben allerdings die bedrohliche Tendenz, immer spärlicher zu fließen. Ihr mögliches gänzliches Versiegen hängt seit geraumer Zeit als ständiges Damoklesschwert über der Existenz der Ackermann-Gemeinde und ihrer Arbeit.

Damit diese Abhängigkeit langfristig gemildert wird, haben Ackermann-Gemeinde und Sozialwerk die Stiftung Ackermann-Gemeinde gegründet. Sie wurde am 14. November 2007 von der Regierung von Oberbayern als öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München anerkannt. Mit den Stiftungs-Erlösen soll die Stiftung unsere stetige Friedensarbeit garantieren, indem sie der Arbeit von Ackermann-Gemeinde und Sozialwerk den erforderlichen Spielraum geben, um ihre Arbeit jenseits akuter finanzieller Zwänge langfristig planen und ihren eigenen Qualitätsansprüchen gerecht werden zu können. Die Stiftung soll die Gliederungen der Ackermann-Gemeinde unterstützen und in Zukunft die Vielfalt des verbandlichen Angebotes garantieren.

Den Aufbau des Stiftungskapitals erhoffen wir uns aus großzügigen Zustiftungen unserer Mitglieder, Freunde und Förderer. Eine Zustiftung ist Ausdruck von Bürgerengagement und nachhaltig wirkender gesellschaftlicher Verantwortung. Jeder kann seinen Beitrag zu den Stiftungszielen leisten. Eine Zustiftung ist bereits ab 500 € sinnvoll. Auch eine individuelle Unterstiftung ab 5.000 € ist ohne eigenes Anerkennungsverfahren unter Nutzung der vorhandenen Verwaltungs-Strukturen möglich. Die Stiftung kann selbstverständlich auch testamentarisch bedacht werden. Namen und Lebenswerk des Zustifters bleiben vorbildlich erhalten. Dafür wird es eine attraktive und angemessene Lösung geben.

Das angesammelte Stiftungskapital ist fest angelegtes und unantastbares Vermögen und somit etwaigen Spekulationen unzugänglich. Durch den Kapitalertrag sichert es die Arbeit von Ackermann-Gemeinde und Sozialwerk. Ein dreiköpfiger, ehrenamtlich tätiger Stiftungsvorstand, jeweils bestellt von der Ackermann-Gemeinde e.V., vom Sozialwerk und vom Bundesvorstand der Ackermann-Gemeinde, verantwortet die zweckgebundene Mittelverwendung im Sinne der durch die Stiftungssatzung festgeschriebenen Stiftungsziele. Die Stiftung untersteht der Aufsicht durch die Regierung von Oberbayern. Die Stiftung ist vom Finanzamt München für Körperschaften als gemeinnützig anerkannt. Ausgaben zur Förderung gemeinnütziger Stiftungen, auch im Erbschaftsfall, können steuerlich abzugsfähig sein und damit das steuerpflichtige Einkommen des Spenders mindern. Die Stiftung hat ein Konto bei der Liga-Bank e.G. München eingerichtet (Kto. 2346109, BLZ 75090300). Auf Wunsch wird die Stiftungssatzung zugeschickt oder kann über die Internet-Seite der Ackermann-Gemeinde eingesehen werden.

Gerald Ohlbaum, Stiftungsvorstand

 

Mit Ihrer Hilfe engagiert sich die Ackermann-Gemeinde in der Mitte Europas für...

…Verständigung & Versöhnung

Die Verständigung mit den östlichen Nachbarn ist seit über sechs Jahrzehnten das Leitmotiv der Arbeit von Ackermann-Gemeinde und Sozialwerk.
Wir organisieren und fördern den grenzüberschreitenden Dialog. Dabei sind uns die Grundgedanken der Enzyklika Pacem in terris  Freiheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe Verpflichtung.

…Werteorientierung

Menschen, Landschaft und Kultur wurden durch Nationalismus und Totalitarismus zerstört. Auf der Suche nach Wegen gemeinsamer Zukunftsgestaltung wollen wir durch unsere Bildungsarbeit zu einer neuen Werteorientierung bei uns und in den postkommunistischen Gesellschaften beitragen.

...gelebte Nachbarschaft

Deutsche, Tschechen und Slowaken verbinden vielfältige Beziehungen. Dazu gehört das reiche kulturelle, vielfach vergessene Erbe. An diesen Erfahrungsschatz knüpfen wir mit unserer Partnerschaftsarbeit auf vielerlei Ebenen an.
Ein besonderes Anliegen ist uns die interkulturelle grenzüberschreitende Begegnung von Kindern und Jugendlichen.

…Heimat in Europa

Beheimatet zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis. Aus der schmerzhaften Erfahrung des Heimatverlustes und dem Erleben von Heimatlosigkeit setzen wir uns ein für den Wert der Heimat als unverzichtbaren Baustein im vereinten Europa.
Europa ist Heimat vieler Minderheiten. Sie sind eine Bereicherung, ihre Rechte gilt es zu achten.  

…konkrete Projekte

Durch Bildungs- und Dialogveranstaltungen für alle Altersgruppen, Begegnungs- und Studienfahrten, regionale und internationale Konferenzen und Symposien, Wallfahrten und Gottesdienste verwirklichen wir unsere Ziele.
Wir unterstützen den Auf- und Ausbau kirchlichen Lebens und die deutsche Minderheit in Tschechien und der Slowakei. Die Arbeit von Ackermann-Gemeinde und Sozialwerk gründet auf einem großen ehrenamtlichen Engagement von Mitgliedern und Freunden in Kirche, Staat und Gesellschaft.

WIR BITTEN UM IHRE UNTERSTÜTZUNG!