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Ackermann-Gemeinde in der Diözese Würzburg

Statue des Hl. Johannes Nep. auf der Alten mainbrücke Würzburg

Historische Entwicklung

Schon in den  Flüchtlingslagern sammelte der Bischöfliche Geistliche Rat Dr. Anton Fritsch, der spätere Geistliche Beirat der Ackermann-Gemeinde und erster Vertriebenenseelsorger in Deutschland, Gleichgesinnte um sich. Nach der Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft baute Dipl. Ing. Alfred Salomon zusammen mit Dr. Anton Fritsch nicht nur die Ackermann-Gemeinde in unserer Diözese, sondern auch die Vertriebenenseelsorge auf. Bis 1974 war Herr Salomon Geschäftsführer und Diözesanvorsitzender des Verbandes. Ihrer beider Sorge galt der Beheimatung der Vertriebenen und Flüchtlinge in der Kirche und ihre Integration in die unterfränkische Bevölkerung.

Leitbild

Unter dem Vorsitz von Adolf Ullmann erstellte der Diözesanverband zusammen mit anderen kirchlichen Verbänden im Bereich des Seelsorgereferates 2001 erstmals ein eigenes Leitbild. Hierin finden sich neben den allgemeinen Zielen der Ackermann-Gemeinde auch deren Arbeitsfelder.

Sie ist:

- Trägerverband der Vertriebenenseelsorge:

Hierzu gehören die Kontakte des Diözesanvertriebenen- und Aussiedlerseelsorgers (seit 1995 Msgr. Karlheinz Frühmorgen) zu den Landsmannschaften und den Heimatkreisen, sowie die Durchführung der zentralen Wallfahrten in der Kiliani-Oktav Anfang Juli nach Würzburg und am letzten September-Wochenende zu „Maria im grünen Tal“ nach Retzbach. Hier scharen wir uns mit den Reliquien der Hl. Hedwig und des Hl. Johannes Nepomuk um den „Altar der Heimat“. Eng arbeitet er mit den Beauftragten für die Seelsorge bei Spätaussiedlern und Vertriebenen in den Dekanaten zusammen. Eine jährliche Pastoralkonferenz schreibt das Aufgabenfeld fort.

- Trägerverband des Sachausschusses II des Diözesanrates
„Nachbarschaft – Partnerschaft – Integration“:

Seine Gründung als Arbeitskreis des Katholikenrates „Christliche Ostarbeit“ 1965 geht auf eine Initiative der Ackermann-Gemeinde zurück. Seit 19.. ist Studiendirektor Hans-Peter Dörr der Vorsitzende. Der Ausschuss sammelt Informationen zur pastoralen und sozialen Lage der Aussiedler, Asylbewerber und Ausländer in der Diözese Würzburg und verarbeitet sie zu Stellungnahmen und Anträgen für den Vorstand des Diözesanrates. In diesen Bereichen arbeitet er mit der Caritas und dem Ausländerbeirat der Stadt Würzburg eng zusammen. Der Ausschuss bildet auch ein Forum, das über den Kreis der Ackermann-Gemeinde hinaus innerkirchlich über die vielfältigen Wandlungsprozesse in unseren östlichen Nachbarvölkern informiert.

- Motor für die RENOVABIS-Aktion in der Diözese Würzburg:

Sie unterstützt den Beauftragten der Diözese in seinem Bemühen, den RENOVABIS-Gedanken weiter zu verbreiten. So ist die alljährliche St.-Johannes-Nepomuk-Feier in Würzburg die diözesane Auftaktveranstaltung in unserer Diözese. Informationsveranstaltungen sollen immer mehr Gemeinden und einzelne Gläubige zum eigenen Engagement bewegen. Sie arbeitet hierbei mit Persönlichkeiten, Verbänden und kirchlichen Einrichtungen zusammen, die sich für die gleichen Ziele einsetzen. Sie fördert RENOVABIS-Partnerschaften in unserer Diözese, beispielsweise die der Stadt Volkach mit Teplitz/Teplice in der tschechischen Republik.

- Mitgestalter einer neuen deutsch-tschechischen Partnerschaft:

Neben der Unterstützung der Vorhaben des Bundesverbandes ergeben sich in der Diözese eigene Schwerpunkte. So pflegt sie intensive kirchliche und gesellschaftliche Kontakte in den Raum Mährisch Schönberg/Šumperk, Karlsbad/Karlovy Vary, Tepl/Tepla, Maria Stock/Skoky, Prag/Praha Lhotka, Pilsen/Plzeň, Štěchovice (mit St. Kilian), Prachatitz/Prachatice und Gutwasser/Dobrá Voda im Böhmerwald. Weiterhin begleitet sie die Partnerschaften zwischen dem Landkreis Würzburg und dem Kraj Olmütz/Olomouc, sowie der Stadt Würzburg mit Trautenau/Trutnov. Der Ackermann-Gemeinde ist an einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit allen Gruppierungen, Organisationen und Einzelpersonen gelegen, die sich mit konkreten Initiativen für die Gestaltung des Friedens in der Mitte Europas und in der Welt einsetzen. Sie bietet allen ihre Zusammenarbeit an, die sich zu Demokratie, Menschenrechten und zur christlichen Werteordnung bekennen und sich unserem Motto verbunden fühlen:

„Helfen – Verstehen – Versöhnen“