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10. Mai 2017

Erinnerung an Glaubenszeugen im Bewusstsein halten

„Heute werden in Europa Brückenbauer wie Sie dringlich gebraucht.“ Dies betonte der Münchner Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg mehrfach bei seinem Besuch in der Bundesgeschäftsstelle der Ackermann-Gemeinde zum Europatag am 9. Mai. Er sei dankbar für die Beiträge, die der katholische Verband im europäischen Miteinander leiste. Stolberg wurde im vergangenen Dezember zum Weihbischof geweiht und ist im Erzbistum zuständig für die Seelsorgeregion München. Der Antrittsbesuch diente dem Austausch und der Vorstellung der aktuellen Schwerpunkte der Ackermann-Gemeine in der Erzdiözese München und Freising sowie auf Bundesebene.

Im Gespräch in der Geschäftsstelle der Ackermann-Gemeinde in München (v.l.): Msgr. Dieter Olbrich (Geistlicher Beirat), Dr. Kateřina Kovačková (Diözesanstelle München), Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, Matthias Dörr (Bundesgeschäftsführer), Lothar Palsa (Diözesanstelle München).

Der Geistliche Beirat der Ackermann-Gemeinde dankte dem Weihbischof für seinen Dienst und verwies auf den anstehenden ersten Gedenktag für die Seligen Märtyrer von Dachau. Dieser wird mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Weihbischof Stolberg am 12. Juni 2017 um 17.30 Uhr im Münchner Liebfrauendom erstmals begangen. Das KZ Dachau sei das größte Priestergefängnis in der Geschichte gewesen, ruft der Weihbischof ins Gedächtnis. Es sei wichtig, an ihr Zeugnis zu erinnern. Über 200.000 Menschen waren im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, über 40.000 sind dort umgekommen oder ermordet worden. Die katholische Kirche hat bisher 56 wegen ihres besonderen Lebens- und Glaubenszeugnisses zu Seligen erklärt, zuletzt den Sudetendeutschen Pater Engelmar Unzeitig am 24. September 2016. Um die Erinnerung an sie im Bewusstsein zu halten, ist nunmehr ab 2017 der Gedenktag am 12. Juni neu in den Diözesankalender von München und Freising aufgenommen worden.

Diese Absicht, die Erinnerung an Glaubenszeugen im Bewusstsein zu halten, verfolge auch die Ausstellung „Zeugen für Menschlichkeit“ über den christlichen sudetendeutschen Widerstand, die die Ackermann-Gemeinde mit tschechischen Partner erstellt habe, so Bundesgeschäftsführer Matthias Dörr. In den kommenden Monaten ist sie mit Stationen in Dachau und München auch in der Erzdiözese München und Freising zu sehen. Zu den dort vorgestellten zehn Personen zählt auch der selige Pater Engelmar Unzeitig.

Monsignore Olbrich, zugleich Präses für die Seelsorge an den sudetendeutschen Katholiken, hofft zum Gedenktag auch auf zahlreiche Gottesdienstbesucher aus diesem sudetendeutschen Bereich. „Kommen Sie zum Gottesdienst und ehren Sie damit den sudetendeutschen Glaubenszeugen Pater Engelmar Unzeitig“, appelliert Olbrich.

 ag

 

 

Terminhinweis:

12. Juni 2017, 17.30 Uhr

München – Dom, Liebfrauenplatz

Gedenktag für die Seligen Märtyrer von Dachau

Eucharistiefeier mit Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg.